Tick Tick Tick

»Am Ende des Tages sind noch viel zu viel unerledigte Dinge übrig.« *

Kommt euch das bekannt vor? Man nimmt sich Sachen vor, die man am Tag schaffen will oder Zeitschriften/Bücher, die man lesen will und am Ende des Tages hat man von seiner To-Do-Liste nicht alles abhaken können.

So geht’s mir oft. Ich habe viele Interessen und Dinge, die ich gern tun würde, doch ich schaffe es nur selten, sie zügig abzuarbeiten. Da will die Five und die Juice gelesen werden, da liegt noch „The Book Of Basketball“ zum Lesen bereit und aktuell hänge ich außerdem an der Biographie von Steve Jobs. Auch Quote.fm ist ein Zeitfresser, der mein extra angelegtes „Read it later“-Konto mit vielen guten Texten füttert. Wenn wir schon beim Thema Netz sind, gibt es da natürlich das Schlagwort Web 2.0, welches auch für „5 Minuten mal reinschauen — halben Tag damit verbracht“ steht. Da müssen die Facebook-Notifications abgearbeitet werden, am Ende sogar noch die Farm gepflügt werden (seit Januar habe ich aufgehört, Farmville zu spielen) und die Mafiafamilie versorgt werden. Danach mal schnell hier via Foursquare einchecken, da noch einen Tweet absetzen, fix die neuesten Breaking News, die jetz schon alle paar Minuten eintrudeln, lesen und während der Zug wieder mal 10 Minuten Verspätung hat, wird noch schnell eine Runde Angry Birds gespielt. Das war’s dann…

Nein, natürlich gibt es noch das „echte“ Leben. Freunde, Familie. Das Wort „Zeitfresser“ möchte ich nicht verwenden, dennoch braucht auch das reale soziale Netzwerk ein wenig Pflege. Nicht, dass es falsch rüberkommt, ich habe schon einen recht großen Freundeskreis, doch bin auch froh in diesem nur ein bis zwei handvoll Menschen zu haben, die ich oft sehe und in regem Kontakt stehe. Ich bin mittlerweile auch in dem Alter, in dem man nicht mehr so auf Partys geht und jeden Scheiß mitmachen muss, einige von meinen Freunden haben sogar schon eine kleine Familie, ihren Abschluss oder sind verlobt, da hat jeder seinen eigenen Mikrokosmos. Schließlich ist es auch nach sechs Semestern für mich an der Zeit, die elterlichen Zelte abzubauen und für meinen Master wegzuziehen. Zum Glück nicht so weit (von Dresden nach Freiberg), doch es ist trotzdem einiges zu tun. Schlagworte wie Bafög, Wohnung, Nebenjob sind für viele sicherlich bekannt. Alles muss organisiert werden. Das wird einiges an Zeit kosten. Diese werde ich aber gerne investieren, da es sich um einen kleinen Schritt für die Menschheit, aber einen Riesensprung für mich handelt (Danke, Herr Armstrong, für die Vorlage).

Bei Twitter habe ich einige Leute gefunden, die meine Interessen teilen. Ich möchte keine Namen nennen, doch einige sind mir echt ans Herz gewachsen. Sie ersetzen nicht die „echten“ Freunde, erweitern aber meine Möglichkeiten, was wiederrum zu einem erneuten Zeitverlust führt. Schon bleibt wieder die aktuelle Five liegen, bleiben coole YouTube-Clips ungesehen und der nächste Deutsche Superstar unentdeckt. Beim Thema TV kann ich zwar generell verzichten, doch eine Sache liegt mir am Herzen: TV Total. Das ist das einzige, was ich wirklich regelmäßig schaue. Der ein oder andere Schnipsel Bildungsfernsehen wird mitgenommen, einige Folgen verschiedener Serien, auch ein paar Unterhaltungsshows. Mehr möchte oder kann ich nicht. Wieso? Ihr ahnt es: keine Zeit.

In der heutigen Zeit fühle ich mich, als ob ich gezwungen werde, viele Sachen tun zu müssen, um am Ball zu bleiben, wobei andere Sachen auf der Strecke bleiben. Ich versuche, viel unter einen Hut zu bekommen. Wäre ich ein großer PC-Spieler, wäre das noch schwerer – mein einziges Spiel, welches ich liebend gern mal anwerfe, ist der Fussball Manager. Leider kommt im Mai Diablo 3 raus. Zeitmangel, ick hör dir trapsen.

Ich könnte noch mehr Beispiele bringen, doch mir fehlt die Zeit.

In diesem Sinne, Zeit bereit, immer bereit!

* Post-Titel in Anlehnung an die grandiose Episode zehn der siebten Staffel von How I Met Your Mother. Nebenbei gesagt auch ein Zeitfresser. Ich liebe diese Serie. Ich schaue sie lieber in Englisch. Soundso gibt es viel zu viele Serien und Filme, die aufgrund von mangelder Zeit von mir nicht gesehen werden können, oder auf unbestimmte Zeit hinausgezögert werden. Daher wird mein Lovefilm-Abo, welches ich zu Weihnachten kaufte, sicher auch nicht bis zum Ultimo ausgereizt. Aktuell liegt „Donnie Darko“ seit einer Woche ungeschaut zu Hause. Schlimm genug, dass meine bessere Hälfte und ich beschlossen haben, einige Serien staffelweise zu besorgen. Wie auch immer.

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