Hack & Slay am Wochenende

Am 15.05. ist es soweit: Diablo 3 erscheint.

Dieses Wochenende stand bei mir zum Teil im Zeichen von Diablo 3. Bekanntermaßen konnte man das ganze Wochenende das langersehnte Rollenspiel von Blizzard antesten. Einfach den Battle.net-Account nehmen, Battletag erstellen und ab ging die Monsterjagd. Gut, das ging nur sofern die Server mitspielten, denn das war so eine Sache. Allerhand Fehlermeldungen poppten da auf dem Bildschirm auf. War es aber mal soweit, dass der Ladebildschirm erschien, war man also endlich mittendrin. Ich möchte mein Wochenende mit Diablo 3 ein wenig Revue passieren lassen. Wer die Serie nicht kennt, wird sicherlich fast kein Wort verstehen, bzw. den Reiz des Spiels fassen. Die, die entweder den ersten oder den zweiten (oder beide) Teile kennen, werden wissen, worum es geht.

Wie damals steht zuerst die Frage im Raum, mit welchem Charakter man in die Schlacht zieht. Nahezu unverändert waren der Barbar und die Zauberin. Wobei da neu ist, dass man bei allen Klassen zwischen männlichem und weiblichem Geschlecht wählen kann, was nach meiner Einschätzung keinen Einfluss aufs Spiel hat, außer auf den Sprecher der Figur. Meine Wahl fiel auf den Barbaren, da ich denke, dass er einen recht leichten Einstieg zulässt. Zur Geschichte möchte ich nicht viel sagen, eher zu Neuerungen und Auffälligkeiten im Gameplay.

Früher war es so, dass man für jede Charakterklasse drei Fertigkeitenbäume hatte, für die man pro Levelaufstieg einen Punkt auf eine Fertigkeit verteilen konnte. Somit konnte man einen sehr individuellen Stil einschlagen, aber in höheren Leveln auch frühere Entscheidungen, sprich schlecht verteilte Punkte, sehr bereuen. Diablo 3 geht einen neuen Weg. Es gibt vorgeschriebene Fähigkeiten, die man nach und nach freischaltet und mit Runen verzieren kann. Diese Runen geben den Fähigkeiten dann Boni. Ein sehr interessantes System, wie ich finde. Zwar verliert das Spiel dadurch ein Stück taktische Tiefe, doch der neue Ansatz kann doch als gelungen angesehen werden.

Wer kennt das nicht? In den Vorgängern hatte man seinen Gürtel, der Heiltränke trug. Mit Klick auf die Zahlen 1-4 konnte man dann einen Trank zu sich nehmen. Persönlich fand ich, dass das gerade in hitzigen Schlachten mal daneben gehen konnte und man dann auch mal schnell das Zeitliche segnen musste. Im neuesten Teil gibt es einen gesonderten Slot für die Heiltränke und kann bequem mit einem Druck auf „Q“ seine Heilung genießen. Zudem lassen einige Gegner „Heilkugeln“ fallen, die man im Vorbeigehen aufsammelt und somit automatisch seine Lebenspunkte auffrischen kann. Beim Thema „im Vorbeigehen aufsammeln“ fällt mir ein, dass auch die unzähligen Goldstücke weitestgehend automatisch aufgesammelt werden. Gefundene Gegenstände müssen nach wie vor manuell aufgehoben werden. Weggefallen ist der Zwang, gefundene magische oder seltene Gegenstände zu identifizieren, da sie von vorn herein (seltene – goldene – Gegenstände muss man per Rechtsklick selbst identifizeren) ihre Eigenschaften preisgeben.

Eine weitere recht nützliche Neuerung ist, dass rechts oben im Bildschirm eine Minikarte eingeblendet wird, die Ansprechpartner und wichtige Orte anzeigt. Unter der Karte finden sich die Questziele. Der dauernde Klick auf „Tab“ zum Einblenden der Karte gehört somit der Vergangenheit an. Insgesamt lässt sich sagen, dass das Interface übersichtlicher und zeitlich angepasst ist, man sich jedoch als Kenner der Serie schnell zurecht findet. Auch die Grafik ist nun nicht mehr nur in 2D gehalten, sondern ganz modern in 3D. Die Charaktermodelle und Umgebung strotzen zwar nicht vor Detailreichtum, sind jedoch stimmungsvoll und ansehnlich. Jedoch sind die neuen Gegenstände und ihre Darstellung im Inventar noch recht gewöhnungsbedürftig.

Gut, nun noch was spezifisch zu meinem Barbar, da das der Charakter war, mit dem ich die Beta durchgespielt habe. Im Vergleich zu den restlichen (außer dem Zauberer, den ich nicht gespielt habe) lässt sich sagen, dass der Barbar der coolste ist, jedoch vor allem die Damönenjägerin Potenzial hat, von mir gespielt zu werden. Mönch und Hexenmeister sind zwar interessant, doch die Fähigkeiten und Spielweise sagten mir nicht so zu. Vielleicht liegt es aber auch am Mangel an Spielzeit. Die Fähigkeiten des Barbaren machen Spaß, denn man ist mitten im Getümmel und packt halt einfach mal den „Hammer der Urahnen“ aus, um für Verwirrung in den Gegnerreihen zu sorgen. Früher als zu erlernende Fähigkeit gedacht, heute als Standard-Primärangriff, ist der Hieb mir sofort sympathisch. Die anderen neuen Fähigkeiten sind ebenso schön anzusehen und lassen echt richtig krachen. Es wird wohl derjenige sein, mit dem ich als erstes das Spiel angehen werde.

Soundmäßig kann Diablo weiter punkten. Soundeffekte und NPCs sind gut vertont. Die fünf Charaktere sind im Deutschen gut synchronisiert, unter anderem die Stimme von Bradley Cooper oder Angelina Jolie. Am besten ist die Vertonung des Barbaren gelungen, da er von der deutschen Stimme von Russell Crowe gesprochen wird, der ja einer meiner Lieblingsschauspieler ist.

Allgemein kann ich zusammenfassen, dass das Wochenende in Neu-Tristram doch ein sehr cooles war. Diablo 3 wird ein Kracher. Einige Neuerungen, alte Stärken und die gewohnte Sammelwut sind einfach unvergleichlich. Ich freu mich drauf. Wie geht es euch? Teilt mir eure Meinung mit, und zwar in den Kommentaren.

Nun noch ein Youtube-Video, welches die Barbarin in Aktion zeigt und ebenso einen guten Einblick in die Spielmechanik und das Interface gibt.

One thought on “Hack & Slay am Wochenende

  1. Ich bin heute durch deinen Gäste Key ja das erste Mal so richtig mit Diablo III in Berührung gekommen. Das Testwochenende hatte ich damals mitzunehmen versucht, da war auf meinem MBP allerdings schon kurz nach dem Menü Schluss, da das Spiel unspielbar ruckelte. Als ich nun hörte, dass nach den ersten Patches das Ganze auch auf schwacher Grafik-Hardware gut spielbar ist wollte ich dem Titel heute noch mal eine Chance geben.

    Die vorausgegangenen Teile der Diablo Reihe sind damals völlig an mir vorbei gegangen, allerdings war ich da auch noch etwas jung und ohnehin nie der Spieletyp. Von Diablo III bin ich aber tatsächlich angetan, wenn gleich das Genre nicht zu meinen Lieblingen zählt. Mir gefällt die Gestaltung sehr und selbst bei niedrigen Grafik-Settings sieht alles ziemlich gut aus. Als Einsteiger kommt man auch sehr gut mit dem Konzept klar und die ganze Inventar- und Fähigkeiten-Kiste erklärt sich wirklich fast von selbst.

    Wie du auch war ich vor allem von den Synchronstimmen der Charaktere begeistert; wirklich allesamt durchaus bekannt aus Film und Fernsehen!

    So und ich danke dir noch mal ganz herzlich für die Einladung!

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