Wieder ein „Ersti“ sein

Zum zweiten Mal in meinem Studentenleben bin ich nun „Ersti“. Um genau zu sein bin ich an der TU Bergakademie Freiberg im 1. Fachsemester im Masterstudiengang Technikrecht immatrikuliert, also eingeschrieben. Am Montag, den 30.04., habe ich den ersten Monat geschafft. Zeit für ein kleines Fazit, wie die Zeit so abgelaufen ist, was ich für Eindrücke mitgenommen habe.

Ich habe meinen Bachelor-Abschluss an der TU Dresden gemacht, im Vergleich zu Freiberg eine riesige Universität. Statt wie bisher mit ca. 35’000 Studenten gemeinsam zu studieren, sind es in Freiberg gerade mal 5’700 Kommilitonen. Das ist schon der erste Vergleichspunkt, wie es sich hier angefühlt hat, als es zur Eröffnungsfeier ging. Zum Beginn des Sommersemesters 2012 fanden gerade mal ca. 200 Studenten den Weg ins Auditorium Maximum der TU BAF. Man kann also von einem familiären Umfeld sprechen, was dann auch der Prorektor Bildung Dirk Meyer in seiner Rede hervorhob. Nach dem ersten Monat kann ich resümieren, dass das wirklich so ist. Das Verhältnis Student – Professor ist viel näher als in Dresden, wobei dies kein Garant ist, dass man zu manch angegebenen Zeiten auch die gewünschte Ansprechperson findet. Ich hab die Erfahrung aber nur einmal gemacht und das war nicht so wirklich wichtig. Die Betreuung am Lehrstuhl ist gut und man weiß an sich immer, an wen man sich wenden muss.

Hinsichtlich meines Studienganges ist es aber für mich ein bisschen schwierig, 100% Überblick über die Anforderungen für Prüfungen oder generell die Module zu erhalten, da wir Technikrechtler gerade mal an höchstens zwei Händen abzuzählen sind. Da wird der Stundenplan eher auf die viel zahlreicheren BWL-Studenten angepasst, die ebenfalls viele Kurse belegen, die auch ich belegen muss. Nach den vier Wochen kommt aber so langsam Klarheit in die Sache und bis zu den Prüfungen wird das auch alles unproblematisch sein, vor allem auch, weil man hier wie gesagt immer einen Ansprechpartner der Fakultät findet.

Außerhalb der vielen bürokratischen und organisatorischen Anstrengungen gab es natürlich auch einiges anderes kennenzulernen. Da ich nicht unbedingt der typische Student bin und somit nicht partysüchtig bin, kann ich über das Freiberger Nachtleben nicht viel berichten, doch ich kann euch beruhigen, denn hier gibt es schon Möglichkeiten die Nacht zum Tag zu machen. Ich rede vielmehr von der Mensa und der Bibliothek. Generell lassen sich beide Einrichtungen bequem mit oder durch den Studentenausweis nutzen, der als Kreditkarte bzw. auch Eintrittskarte für die PC-Pools am Rechenzentrum dient. Eine schöne Lösung, da war der Semesterstart auch recht bequem dahingehend. Vom Umfang und Komfort können Bibo und Mensa nicht mit Dresden mithalten, doch das ist in Ordnung. Vor allem die Bibliothek glänzt durch DDR-Charme. Mein Fakultätsgebäude ist auch nicht das Modernste. Vielleicht bin ich auch verwöhnt von den meisten Gebäuden der TU, die doch recht modern und schick waren.

Ich finde aber, dass die Lehre ja dennoch wichtiger ist. Die war in den ersten vier Wochen des neuen Semesters gut und ich bin zufrieden mit der Uni. Ich kann also an sich überwiegend positive Eindrücke schildern und indirekt auch ein Studium an der TU BAF empfehlen. Sehr familär und freundlich. Das beste: alles ist wunderbar per pedes erreichbar, Freiberg ist eine schicke Stadt, die lokale Brauerei macht leckeres Bier und so weiter. Außerdem kann man als Student kostenlos in die „Terra Mineralia“.  Ich freue mich auf die nächsten zwei Jahre.

Wie sagt man hier in Freiberg? GLÜCK AUF!

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