Special: Nur fummeln – Eine Beziehung in 2 Akten (Akt 1)

In der NBA ist Finalzeit. Der Meister in der BBL ist gefunden. Zeit, meinen Post von Posterous über die Entwicklung zur Basketballliebe hier auch zu bringen. Passt ja irgendwie.

Im Sommer wird ausgiebig auf dem Freiplatz gespielt und auch die NBA wird rege, seit 2 Jahren per League Pass, verfolgt. Mangels Nähe zu einem großen Markt (Berlin zählt nicht, ist zu weit) ist das Interesse an der Basketball Bundesliga recht gering, wobei ich manche Partien auch verfolge und in den Playoffs mich schon immer auf den einschlägigen Seiten wiederfinde, um die Boxscores zu checken. Ich lese die Five seit vielen Jahren. Man kann sagen, dass meine basketballerische Beschäftigung alle Facetten abdeckt.

Nun aber zum eigentlichen Thema dieses Posts, der schon ein etwas längerer wird. Mal sehen, wieviel Leute bis zu Ende lesen. Es soll hier nämlich um die Geschichte gehen, wie ich zum Basketball kam, warum, wo und wer.

Angefangen hat es alles mehr oder weniger in der 5. Klasse, was in einer Jahreszahl 1997 entspricht. Da haben wir in Sport bei Herrn Berger angefangen Basketball zu spielen. Vorher bin ich nie wirklich mit dem Spielgerät in Kontakt gekommen, sondern war viel mehr auf Fussball fokussiert. Einige werden es gut finden, einige schlecht, aber ich war Fan von Borussia Dortmund. Ich hatte Trikots, Stutzen, Videos, Fussbälle und Schals. Fan eben. Das war zwar weiterhin der Fall, aber nach und nach wurde Fussball mit Basketball ausgetauscht und sozusagen in die Reserve verbannt. Basketball wurde zum Franchise-Player in meinem Leben. Je öfter ich im Schulsport das orange Leder (wobei bei uns in der Schule zu der Zeit eher eklige Gummi-Pillen anzufinden waren) in den Händen hielt, umso mehr wollte ich über den Sport erfahren. Es passte gut, dass um die Zeit Basketball in Deutschland noch recht groß war. Es gab Streetballevents von Obi und Adidas und zum Glück waren auch einige Zeitschriften in der lokalen Spar-Kaufhalle vorhanden. Allen voran die XXL-Basketball und die (damals für mich geniale) Basket. Fragt nicht, wie ich das Geld aufgetrieben habe für die Zeitschriften, ich denke aber, dass Mama das gesponsert hat. Jedenfalls lernte ich durch die Printmedien, denn an eine Sache namens Internet dachte ich keine Sekunde (gab es glaub auch gar nicht so bei uns), viele Sachen über Basketball kennen, hörte einige Namen und somit auch mehr das Spiel zu lieben, obwohl ich mehr oder weniger doch passiv blieb. Ein Besuch beim Sportverein war irgendwie nicht Punkt auf der Tagesordnung (was ich im Nachhinein mit dem Blick auf die vergangenen 10-14 Jahre schon ein wenig bereue. Wer weiß, wo ich heute wäre, wenn ich direkt und gezielt geschult worden wäre.).

In den Magazinen tauchten Namen wie Horace Grant, Dennis Rodman, Hakeem Olajuwon und natürlich Michael Jordan auf. Ich fasste nicht wirklich, dass letztgenannter mit das geilste war, was auf dem Planeten zu dieser Zeit spielte. Komischerweise, fragt nicht wieso, faszinierte mich ein anderer Spieler. Er hörte auf den Namen Latrell Sprewell. Es waren sicher die Bilder, die ich in den Zeitschriften sah, obwohl auch MJ recht spektakulär spielte. Es muss wohl in der 7. Klasse gewesen sein, als ich in Ethik einen Vortrag über meine Helden oder Vorbilder (ich nehme es zumindest an, dass es darum ging) hielt und die vorgetragene Person eben dieser Latrell Sprewell war. Mit Maurice Green war er mein Lieblingssportler. Dennoch blieb ich passiv. Besuchte zwar oft das Training des SV Motor Sörnewitz (oder war des der BC Coswig), schaffte aber nicht den Cut. Vielleicht lag es auch an meiner Kondition, die nicht sonderlich gut war, da ich an einer, sagen wir Behinderung leide, die per se meine Lungenfunktion beeinträchtigt. Bei Interesse kann ich ja euch hierzu informieren, falls mich jemand fragt.

Lediglich am PC und der NBA Live Serie konnte mich keiner stoppen. Seit NBA 99 habe ich alle Teile, die von der Serie erschienen sind. Dies führte noch mehr zu einer Entwicklung der Zuneigung zur NBA. Lieblingsspieler waren Kevin Garnett, Latrell Sprewell (klar), Eddy Curry (fragt nicht), Peja Stojakovic, Paul Pierce, Elton Brand und Allen Iverson. Die Nennung umfasst sicher nicht alle Spieler, mir fallen aber grad nur die ein. Außerdem soll das nur ein Querschnitt über alle NBA-Live-Jahrgänge sein. Vor allem letztgenannter brannte sich nach Latrell Sprewell in mein Hirn ein. Dazu beigetragen hat auch dienstags und donnerstags im DSF die Serie Inside NBA und sonntags NBA Action. Ich sah eines Tages nämlich auch ein Spiel (eine Zusammenfassung) der Philadelphia 76ers gegen die Milwaukee Bucks. Allen Iverson und Marc Jackson machten sich bei mir sehr beliebt. Allen wegen seiner Spielweise im Allgemeinen und Marc, da er einen Rebound unter aggressiver Verteidigung mit einem Arm krallte. Es muss wohl so 2003 gewesen sein.

Das Jahr 2003 markiert auch einen Umbruch in meiner Beziehung zum Basketball. Aus dem Fummeln wurde nun letztlich und definitiv die große Liebe. Viele Ereignisse griffen ineinander und ich wurde zu dem, der ich heute in Bezug auf Basketball und der NBA bin.

Wie es weitergeht wird dann im nächsten Teil erzählt. Ich will euch nicht gleich erschlagen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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