Special: Nur die Liebe zählt – Eine Beziehung in 2 Akten (Akt 2)

Nach Teil Eins nun also zum zweiten Teil meiner Reise im Basketballzug.

Ich sagte, dass 2003 anders wurde. Mein Kumpel Tom und sein kleiner Bruder samt dessen Kumpel änderten dies. Außerdem spielte da die Five eine große Rolle. Tom, sein Bruder, sein Kumpel und ich dachten uns, lasst uns mal mehr spielen gehen. Es gab einen kleinen Platz, der uns bis zur Erneuerung unseres Gymnasiums mitsamt schicken Fullcourt ohne hässliche und störende Fussballtore für unsere Zwecke diente. Ich lernte viele Leute kennen, die heute noch mit mir zocken. Es waren die langen Abende auf dem Freiplatz, die sich anfühlten als wär man unbesiegbar. Aus den Boxen des CD-Spielers schallte Snoop Dogg (mit Warren G und Nate Dogg als 213) und das 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 wurde bis es dunkel wurde zelebriert. Wenn man das nicht selbst erlebt hat, kann man nicht ganz begreifen, was man da erlebte. Die ersten Sonnenstrahlen im Frühling wurden freudig erwartet und das erste mal in der neuen Saison auf der Freiplatz zu stehen war wunderbar. Manchmal konnten wir sogar im Winter nicht die Finger vom Ball lassen und räumten den Freiplatz vom Schnee, zogen Handschuhe an und los gings.

Streetball wäre nicht Streetball ohne die And1-Mixtapes. Damals gingen die bei uns ab wie Schmidt’s Katze und warme Semmeln gleichzeitig. Rafer Alson, oder eben Skip to my Lou, wurde zur Legende. Ich konnte zwar die Moves nicht so, doch fasziniert war ich trotzdem. Untrennbar mit den Mixtapes und unseren Einheiten auf dem Platz waren CNN mit dem Track ‘Invisible’.

Das zweite Erlebnis 2003 war die Entdeckung der Five. Meiner Meinung nach das beste Magazin in Sachen Basketball in Deutschland.

Es war im Dezember nach Sport und der folgenden Freistunde. Tom und ich machten uns auf den Weg vom Schulgelände zum nahegelegenen Getränkemarkt um unseren Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen. Dabei erspähte ich in der Zeitschriftenecke eine sonderliche Frisur. Was war das? Ich ließ nicht locker und zog die erste Five meines Lebens aus dem Regal. Nach kurzem Blättern entschloss ich mich, die Zeitschrift zu kaufen. Erst nur sporadisch und im Austausch mit Tom, dann wurde daraus ein monatlicher Run bis zum Abo hin. Die Art und Weise, wie sich die Leute bei der Five mit Basketball auseinandersetzen ist sagenhaft. Ich kann nur jedem raten, sich diese Zeitschrift zu besorgen.

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Mit der Five wurde aus mir ein richtiger NBA-Freak. Ich merkte mir Namen, Stats und allerhand witziger Fakten. Mit Entwicklung meines häuslichen Internetzugangs wurde auch mehr und mehr das Internet entdeckt und durchsucht. Seit einiger Zeit bringt die Five auch den Internetzer. Dieser nimmt mir das Suchen ab. Danke an dieser Stelle.

Mein Lieblingsteam hört seit der Saison 07-08 auf den Namen ‘Boston Celtics’. Der Trade, der damals Ray Allen und Kevin Garnett nach Beantown brachte, veränderte einiges. Das Revival der Superteams. Miami und New York versuchen es ja auch. Doch KG und Pierce waren ja schon lange im Kreis meiner Favoriten und da war die Wahl natürlich klar. Sympathie habe ich aber auch noch für andere Teams und Spieler,  wie etwa aktuell in den Finals den OKC Thunder. Am meisten Daumen drücke ich aber meinen Celtics, was sich in Zukunft sicher nicht mehr ändert, auch wenn das Team auseinander fallen wird. Dafür habe ich zu viel positive Erinnerungen und Sympathien.

Mein Spiel hat sich über die Jahre auch verändert. Früher war ich mehr der, der draußen seinen Wurf abdrückt. Heute mach ich das zwar auch, bin aber oft und gern unterm Korb. Meine Spannweite von 2m macht mir das auch recht leicht. So richtig Spielaufbau und sowas werde ich wohl nie richtig beherrschen. Mir aber auch egal, ich steh mehr auf die Brettarbeit.

Die NBA-Saison 2010/11 verlief ja für deutsche Fans ideal. Dirk Nowitzki und seine Mavericks wurden Meister. Ich hatte das Glück das Spiel 6 der Finals im UFA Dresden mit vielen anderen Verrückten zu sehen. Das war unglaublich. Die letzten Sekunden des Spiels habe ich HIER gepostet.

In Deutschland hat bisher nach dem Titel nichts geändert, mal sehen was die baldige EM bringt. Neuer Trainer, junges Team, neues Glück? Mal sehen. Basketball in Deutschland wird weiterhin sicher nicht mehr als eine Randnotiz bleiben, ich hoffe aber, dass ich da falsch liege.

Ich werde spielen. Hoffentlich noch lange. Denn ich ♥ Basketball.

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