Auf dass Seelen bewegt werden – ein Gastbeitrag von @LeaTheG

“Und deshalb mach ich Musik, auf dass ich Seelen bewege” – so heißt es in Hallo Welt!, dem 1. Titel des bekanntermaßen gleichnamigen Album von Max Herre. Ich werde versuchen, mich dem Ganzen mal anzunehmen, und schauen, ob meine Seele bewegt wurde oder eben nicht. Vorab muss ich sagen: ich bin keinesfalls Musikexperte und habe auch vor diesem Album nie bewusst etwas von Max Herre gehört, kann also auch keine Vergleiche zu irgendwas ziehen. Es geht mir hier einzig allein darum, euch nahzubringen was meine bescheidene Meinung zu der CD ist.

Worauf achte ich, wenn es darum geht, ob ich Lieder bzw. Alben mag oder nicht? Oft auf den Text. Der Text ist mir wirklich sehr wichtig, und es gibt Lieder, die mit ihrem Text Dinge ausdrücken, die wie Arsch auf Eimer zu mir oder meinem Leben passen. Dann mag ich die Lieder normalerweise (Ich mag aber auch Lieder ohne wirklich anspruchsvollen Text, “Call Me Maybe” von Carly Rae Jepsen ist eines davon). Wenn das Ganze dann noch eine gute Melodie hat – top.

Max Herre also. Ich weiß nicht wer er ist, was er mal gemacht hat oder machen wird oder was auch immer. Aber als ich bei 1LIVE (Radiosender in NRW, Anm. d. Red.) davon gehört habe, vor allem davon, mit wem er für das Album alles zusammengearbeitet hat – Cro war das ausschlaggebende Argument – da dachte ich mir, “hör es dir doch einfach mal an”. Gesagt, getan. Ich fing also an mit Fühlt sich wie fliegen an (feat. Cro & Clueso) und es war um mich geschehen. Ein wunderbares Lied. Weiter mit Wolke 7 (feat. Philipp Poisel) und auch das gefällt mir außerordentlich gut, trotz der etwas melancholischen Stimme vom Poisel, die ich nicht immer schön finde.

Dann sind auf dem Album gleich zwei Titel mit Aloe Blacc zusammen, Vida und So Wundervoll. Beide klingen in meinen Ohren zwar sehr ähnlich, lassen sich aber alle auch gut anhören, auch wenn ich ansonsten nicht wirklich ein Fan von Aloe Blacc bin. Und wo ich gerade beim Thema “gleich anhören” bin: das ist meiner Meinung nach ein wenig das Manko von Hallo Welt!. Die Lieder klingen alle sehr gleich, was bei mir während des Hörens meistens dazu führt, dass die Musik im Hintergrund vor sich herdudelt und ich aber nicht mehr wirklich was davon mitbekomme. Das ist ein bisschen schade, denn dann verpasse ich beispielsweise das ebenfalls sehr schöne und mitnehmende Berlin – Tel Aviv (feat. Sophie Hunger), obwohl es sich in seinem Gesamtklang von den anderen unterscheidet.

Hat Max Herre auch Lieder alleine gemacht? Ja hat er, Nicht vorbei (bis es vorbei ist) ist eines von wenigen. Eine Textstelle ist mir da besonders aufgefallen: „Vielleicht kann man nicht immer gewinnen, doch wie man verliert kann jeder selber bestimmen“ – gefällt mir unheimlich gut!

So, jetzt könnte ich noch auf alle anderen Lieder einzeln eingehen, will ich aber nicht, wird mir zu viel ahnungsloses Gelaber. Alles in allem kann ich sagen, dass mir das Album gut gefällt, aber es gab auch schon welche, bei denen ich insgesamt überzeugter war. Einzelne Lieder finde ich wirklich top, aber andere sind mir beim Hören einfach gar nicht aufgefallen, was nicht gerade für sie spricht. Ich würde Hallo Welt! 3,5 von 5 Punkten geben, denn meine Seele wurde nur teilweise bewegt. Aber vielleicht geht euch das ja anders.

Vielen Dank für den Beitrag. Nun habt ihr nach meiner auch eine zweite Meinung. Die aktualisierte Kurzreview gibt es in der Hörbar.

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