Review zu O.N.I.F.C. – ein Gastbeitrag von @DifferentKev

Na endlich!

Gott, hab ich mich auf dieses Album gefreut. Ungewohnt, mal wieder Geld für Musik auszugeben, aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Als ich das Intro gehört hab, kam mir erstmal der Gedanke in den Kopf “Das klingt ja genau so, wie das Cover aussieht”, was eher etwas Negatives ist. Das war einfach nicht der Style, den ich von Wiz gewohnt bin, ganz schön gewagt. Aber ich denke, das soll einfach noch mal die Message deutlich machen, dass man sein eigenes Ding machen soll. Mir ist schon lange aufgefallen, dass Wiz diese Einstellung verbreiten will. Naja, zurück zu O.N.I.F.C.!

In meinen Ohren sind die Tracks im Gesamtbild eine Mischung aus dem wirklich gelungenen Taylor Allderdice und Cabin Fever 2, welches meiner Meinung nach eher so ein Durchschnittsding war. Die Songs sind etwas poppiger als gewohnt, aber definitiv geil und einige sind jetzt schon richtige Ohrwürmer. Was jedem Fan bereits aufgefallen sein sollte: Wiz ist lyrisch ganz schön abgesunken, aber ich denke, das ist nur ein Tief und Wiz wird in Zukunft seine Texte wieder etwas mehr durchdenken. Das Potential hat er jedenfalls. Wie man es schon ein ganzes Stück gewohnt ist, hat der “Wizzle Man” wieder mit einer großen Fülle an Künstlern zusammengearbeitet, The Bluff featured sogar Cam’ron, ein Rapper, zu dem Wiz schon sehr lange aufschaut. Gefällt mir sehr gut. Ein bisschen enttäuscht hat mich, dass ganz schön viele kostenlose Titel auf dem Album vertreten sind, die bereits bekannt waren. Zum Beispiel sind bei der Deluxe Edition des Albums drei Bonus Tracks dabei, zwei davon wurden schon als “Freetracks” veröffentlicht. Aber das betrifft nicht nur die Bonus Tracks. It’s Nothin mit 2Chainz, Remember You mit The Weeknd, ihr merkt schon. Naja, trotz Allem, ich hab ja das Geld nicht nur für die “Freetracks” ausgegeben, sondern für ein Album. Mal zu den Highlights von O.N.I.F.C., The Bluff gefällt mir sehr gut, da Cam’ron wie bereits erwähnt als Feature dabei ist. Rise Above mit Pharrell ist auch der Hammer, der Beat ist schön “smooth” und hat irgendwie so einen “Freestyle Flavor”. Ich geh mal davon aus, dass Pharrell den Beat auch produziert hat. Und zum Schluss will ich auch Up In It erwähnen. Sehr fetter Flow von Wiz.

Insgesamt eher ein gutes Mixtape, lyrisch nicht gerade hohes Niveau, aber auch nicht ganz ohne Aussage. Die Beats sind wie immer cool und auch die Features haben mir gefallen. Gibt 4,0 von 5 Punkten von mir.

Vielen Dank an meinen “Taylor Gang”-Experten Kevin. Auch ich habe mir ein paar Gedanken gemacht. Zuerst finde ich, dass das Cover eines der hässlichsten, gewagtesten, aber gleichzeitig auch eines der coolsten des Jahres ist. Lyrisch gesehen ist das Album auf dem gleichen niedrigen Niveau wie immer. Das wird sich auch nicht ändern. “Work Hard Play Hard” ist der befürchtete StarGate-Track, die ich so hasse. Dagegen mal schön bei Wiz zu sehen ist, dass Pharrell einen Beat platzieren konnte. “Rise Above” hätte so auch auf einem fünf Jahre alten Neptunes-Album zu finden sein können. Highlight, wenn auch kein richtiges ist der Track mit Abel Tesfaye, besser  bekannt als The Weeknd. Dennoch schmückt sich Wiz bei “Remember You” mit fremden Federn, da der Titel durch seine Verse nur abgewertet wird.

Ich muss ja zugeben, dass ich seit “Kush & OJ” das Schaffen von Wiz Khalifa kritisch betrachte. Ich mochte ihn für seinen Stil, aber mittlerweile langweilt mich das ein wenig. Insgesamt ist das aktuelle Album ein okayes. Vielleicht knapp gut. 2,5 von 5 Punkten von mir.

Einen Überblick findet ihr wie immer in der Hörbar.

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