Deadline (Edition 2013)

Nach der letztjährigen Deadline, die einige bessere und interessantere Deals zu bieten hatte, war dieses Jahr das ganze etwas fad. Fast völlig umsonst saß ich ab 20 Uhr vor dem Stream des Deadline-Reports. Letztlich gab es doch einige Tauschgeschäfte und die besten, die gemacht wurden, waren am Ende die, die nicht gemacht wurden.

Josh Smith war der große Name im Topf der Tauschbörse. Die Nets, Rockets und Bucks waren interessiert, letztere waren auch kurz davor einen 3-Team-Tausch einzufädeln, doch es passierte nichts. Er bleibt ein Hawk. Ein Risiko. Die Hawks spielen zwar gut, doch das spielen sie schon ein paar Jahre, nur der nächste Schritt fehlt. Unklar ist, ob das Management da einen Fehler gemacht hat, da die Möglichkeit besteht, dass “Smoove” keine Lust auf Mittelmaß mehr hat und für umme das Team verlässt. Ein Sign-and-Trade-Deal wäre möglich, doch das sind alles nur Spekulationen.

Ein weiterer Kandidat war überraschenderweise Dwight Howard. Mitch Kupchak betonte zwar, dass Howard die Zukunft der Lakers ist, ebenso klar ist aber auch, dass Howard (noch) nicht komplett integriert ist. Es läuft nicht rund, er zickt rum, lässt sich von außen viel beeinflussen. Unklar, ob Howard im Sommer verlängern wird.

Überraschend war, dass weder Utah, noch Milwaukee irgendetwas taten. Beide haben die Teile im Kader, die einen guten Trade hätten liefern können. Für die Bucks wird es schwer Ellis und Jennings zu halten, gleiches gilt für Utah mit ihren beiden Big Men Jefferson und Millsap. Dazu kommen bei den Jazz noch drei Point Guards, die alle gern spielen wollen. Diese Teams sind fast schon als Verlierer zu bezeichnen, da hier deutlich mehr drin gewesen wäre. Immerhin haben die Bucks nun J.J. Redick in ihren Reihen. Die Magic sind nicht willens den auslaufenden Vertrag von ihm zu verlängern, er sollte aber motiviert sein, seine bisherigen Leistungen zu bestätigen, um im Sommer schön zu kassieren.

Ebenso blieben die meisten anderen Teams ruhig, von denen man etwas hätte erwarten können. Die Mavs z. B. hatten im Vorfeld erklärt, dass die offen sind, bzw. das Scheckbuch von Mark Cuban, doch es blieb ruhig. Auch, weil eigentlich nichts im Kader ist, was einen schicken Trade hätte bringen können.

Ronnie Brewer kam bei den Knicks nicht mehr wirklich zum Zug, dewegen wurde er nach OKC verschifft. Keine Ahnung, ob das bei den Thunder anders wird, aber potentiell haben sie nun etwas mehr Scoring und Defense von der Bank. Die Knicks machen Platz unterm Salary, den sie brauchen, um eventuell in der Free Agency ihre Verletzungen abzufangen.

Schon etwas früher im Verlauf des gestrigen Tages wechselten Patrick Patterson und Thomas Robinson (mit anderen Spielern) die Teams. Patterson startete in Houston zwar, war aber nicht so ein großer “Impact”. Thomas Robinson wurde in der Draft 2012 an fünfter Stelle von den Kings gezogen und blieb hinter den Erwartungen zurück. Kein wirkliches Verlustgeschäft für die Rockets. Toney Douglas wird den Kings solide Bankproduktion bringen, ebenso Garcia für die Rockets.

Im Grunde waren das schon die Deals, die beachtenswert sind. Echt wenig los. Hier die Deals im Überblick. Die Gerüchte im Vorfeld waren ja dagegen eine nukleare Offenbarung, so viele Teams hätten ihren Kern gesprengt und etwas neues gewagt. Unter anderem auch die Celtics. Kevin Garnett und Paul Pierce hätten gehen sollen oder müssen. Ich war dementsprechend ängstlich, denn eine solche Änderung wäre ziemlich hart gewesen. Doch Danny Ainge fand einen Trade, der auch als ein gutes Geschäft bezeichnet werden kann. Im Tausch für den ohnehin den Rest der Saison ausfallenden Barbosa und Jason Collins wechselt Jordan Crawford nach Boston. Collins ist zwar ein Veteran, der den Celtics ein paar wenige Minuten Leistung brachte, doch er ist an sich leicht per Free Agency zu ersetzen. Crawford von den Wizards kann der ersehnte konstante zweite Bankscorer werden neben Jeff Green. Eigentlich sollte das Jason Terry sein. Oder Courtney Lee. Diese beiden sind aber noch zu wackelig. Hoffen wir, dass Crawford wirklich etwas bringt, denn dann können die Playoffs noch interessant werden. Vor allem, da jetzt auch Tim Ohlbrecht bei den Grünen im Gespräch ist. Einerseits brauchen die Celtics dringend einen Big Man, andererseits wäre es doch klasse einen zweiten Deutschen in der NBA zu sehen, noch dazu mit KG und Rivers als Mentoren.

Bleibt also das Fazit, dass diese Deadline recht langweilig war. Es wird wohl kein Team geben, welches wie 2005 die Hornets (Baron Davis) oder 2004 die Pistons mit ihren Verpflichtungen zum Transferschluss für Aufsehen sorgen werden (Upset der Mavs in der ersten Playoffs-Runde), oder im Falle Detroits sogar Meister werden. Ich sag nur Rasheed Wallace. Die Offseason 2013 wird warscheinlich umso intensiver. Viele auslaufende Verträge, einige Superstars (Howard, Paul, Smith) und viele finanzielle Restriktionen dank des CBA werden für ordentlich Zündstoff sorgen.

Viel Spaß bei den letzten Wochen der regulären Saison!

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