King Remembered In Time – Kurzreview

Mixtapes wurden in letzter Zeit immer mehr zu kostenlosen Alben, die die Künstler meist im Vorfeld zu den richtigen Albumveröffentlichungen ins Netz stellten. Diese Entwicklung kann ich nur begrüßen, denn mit den klassischen Mixtapes der 00er Jahre kann ich nicht so viel anfangen, denn ich mag keine 30 Titel auf einem Tape haben, die vielleicht nur knapp 1 Minute lang sind und ständig jemand behauptet “your wifey’s favorite DJ” zu sein.

Einer der Künstler, die eigentlich wegen ihrer qualitativ hochwertigen Mixtapes zu Popularität gelangten, ist Big K.R.I.T. aus dem dreckigen Süden. Den Grundstein legte er mit Krit Wuz Here und er legte mit Return Of 4Eva und 4Eva N A Day genauso stark nach. Das waren nichts anderes als kostenlose Alben. Man kann fast behaupten, dass diese Tapes besser als sein Major-Debüt Live From The Underground waren, doch so hart möchte ich nicht in die Kritik gehen.

Nun legt “Krizzle” also wieder mit King Remembered In Time nach. Ein weiteres hochklassiges Mixtape, das genauso gut als Album hätte veröffentlicht werden können. Der Output von Big K.R.I.T. ist schon enorm. Auch auf dem aktuellen Werk findet sich keine B-Ware, sowohl lyrisch als auch bei den Produktionen. Ein neuer Ansatz, den K.R.I.T. schon im Vorfeld angekündigt hat, ist, dass zum ersten Mal ein anderer Produzent an die Regler durfte. Diese Ehre wurde auch nicht irgendeinem Produzenten zugeteilt, sondern niemand geringerer als 9th Wonder steuert einen Titel bei. Und dieser Track Life Is A Gamble mit BJ The Chicago Kid am Refrain ist ein wunderbarer geworden. Ein wenig Backpack Flair zwischen dem sonst so charakteristischen Südstaatensound von Big K.R.I.T. kommt echt gut und fügt sich wunderbar ein. Die Gästeliste ist nicht wirklich lang, aber hält eigentlich nur bekannte Kollaboratoren von “Krizzle” bereit. Selbst Future klingt nicht zu schmalzig. Wiz Khalifa klingt wie zu seinen Hochzeiten und Bun B ist soundso immer King.

Was ich eigentlich schon immer ein wenig bemängele, sind die recht häufig sehr einfachen Refrains seiner Tracks. Klar, sie gehen ins Ohr, doch nach den ganzen “Yeah, dat’s me”, “I still got my Sub”, “What you mean u ain’t nasty” oder “Sookie Sookie Now” klingt ein “How you love that” oder “Just last week” nicht mehr ganz so cool. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau.

Fazit: Auch das vierte “Free Album” von Big K.R.I.T. ist ein sehr gelungenes, weil sehr homogenes und stimmiges Werk. Gewohnt starke Produktionen und auch nun mal ein fremder Beat auf dem Tape zeigen weiter steil nach oben. Ich freue mich auf das kommende Album. Bei diesem Künstler kann man unbesorgt zugreifen bzw. downloaden. Also: DOWNLOAD!

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