Live In Concert – eine Review von @DifferentKev

Nach langer Wartephase kam gestern, zu Ehren des Weltkiffertages “4/20”, die langangekündigte und recht heiß ersehnte Kollaboration von Wiz Khalifa und Currensy namens “Live In Concert” raus. Grund genug sich das Teil anzuhören und mit Kevin dann zu reviewen.

Ich freue mich immer wieder, dass ich für die Nettopfandflasche Reviews schreiben darf.

Nachdem ich im August so enttäuscht wurde, weil Live In Concert doch nicht droppte, habe ich es bis vor einigen Tagen eigentlich völlig vergessen. Dass es rechtliche Probleme mit den Samples gab, war für mich ein akzeptabler Grund, ein bisschen Geduld zu haben. Neue Mixtapes, Alben und anderes Zeug haben mich verdrängen lassen, dass da eigentlich noch was kommen sollte. Tja, und jetzt ist es da. Die ersten Infos haben mich dazu gebracht, mich verdammt drauf zu freuen. Curren$y und Wiz Khalifa haben immer akustisches Dope produziert, wenn die Jungs auf einem Track zusammen waren. Als Follow-Up von How Fly, dem vorherigen Mixtape der beiden, habe ich mir schon große Hoffnungen gemacht. Naja, dann habe ich von Rob erfahren, dass das Ding nur ‘ne EP wird. Macht nix, ich war da optimistisch. Dass das Tape dann auch noch was kosten soll, hat mich schon ein bisschen enttäuscht. Für ‘ne “mikrige” EP Geld zu verlangen? Bin ich von den Jungs gar nicht gewöhnt. Ich hab da nicht genug nachgeforscht, aber ich gehe mal davon aus, dass das mit dem ganzen Copyright zusammenhängt hat und die Urheber ein bisschen etwas von den Einnahmen sehen. Das Ding wie immer voller Vorfreude geholt und gleich den Player angeschmissen.

So, und damit komme ich dann auch zur eigentlichen Auswertung. Es ist nur ‘ne EP, das heißt kein Intro, kein Outro, keine Skits, kein “Gelaber”, nur 6 pure Songs. Finde ich schade, das gehört eigentlich zum Flair von Releases der beiden und ich habe das ein bisschen vermisst. Aber naja, eine EP eben. Der erste Track, Cabana klingt vom Namen her schon nach Sommerfeeling und klingt dann tatsächlich auch so. Der Song fängt direkt mit ‘nem funkigem Sample an, dass meinem Geschmack gut entspricht, da ich zurzeit selbst viel Funk, Jazz und Soul höre. Ist auf jeden Fall ein Beat, den man sich anhören kann. Textlich das übliche, “Pussy, Money, Weed” um A$AP Rocky mal zu zitieren. Erster Eindruck von der EP? Nicht schlecht. Kommen wir zum nächsten Track namens Landing. Der Anfang gefällt mir noch besser als von Cabana und ist ein bisschen schneller. Klang so, als wenn Curren$y und “Wiz” gut darauf flowen werden. Curren$y hat das auf jeden Fall getan. Wiz’ Part fand ich etwas schwach. In letzter Zeit lässt er dauernd diese Pause nach einer Zeile und lässt sich vom Echo wiederholen. Das mag vielleicht sein Style sein, aber das hat er früher kaum getan und er hat einen besseren Flow gebracht. Bisschen traurig, dass der Track kurz nach der Hälfte schon “fertig” ist, auch wenn der Beat sehr schick ist und man sich gerne den instrumentalen Part anhört. The Blend, der dritte Track. Curren$y flowt wieder stark und der Beat ist genau so funky wie eigentlich alle auf der EP. Wiz macht sich auch ganz gut. Auch hier geht es textlich bis etwas über die Hälfte des Songs. Naja, ich kann nicht wirklich viel dazu sagen, deswegen komme ich mal zu Toast, dem 4. Streich. Curren$y hat wieder den ersten Part und zeigt gewohnte Leistung. Auch der “Khalifaman” ist diesmal gut dabei. Gefällt mir. Auch hier ist wieder ein langes instrumentales Ende zu hören, das ist Geschmackssache, aber ich höre die EP wegen den Jungs und nicht wegen den Samples, auch wenn beides dazu gehört. Deswegen erwarte ich schon ein bisschen mehr Text. So, Revenge And Cake, Titel Nummer 5. Geht mit Gesang vom Sample los. Naja, ok. Nachdem man anderthalb Minuten dieses schicke Flötensolo “genießt”, hat Wiz den ersten Part. Wie auch bei den vorherigen Tracks steht das Sample  zu weit im Vordergrund. Die Parts sind ganz schick und wie auch bei den vorherigen Tracks lautet mein Urteil “kann man sich anhören”. Nun denn, kommen wir zum letzten Song namens For Her, meinen Favoriten der EP. Die Drums und Percussions am Anfang erinnern mich an den Soundtrack des Spiels “Rayman 2”, welches ich geliebt habe und aus dem Grund auch schon in einigen meiner Beats ähnliche Samples benutzt habe. Dadurch hat dieser Track gleich zum Anfang einen positiven ersten Eindruck bei mir hinterlassen. Der Beat ist allgemein sehr smooth und mir gefällt die Bassline, die mich an den Sound des alten TB-303 erinnert. Gibt einem auf jeden Fall angenehme “Chills”, wenn man 4/20 “ehrt”. Wiz’ Part gefällt mir, er flowt durchgehend durch. Auch “Spitta” zeigt wieder durchaus starken Textfluss.

So, damit möchte ich zum Schlusswort kommen. Wie man vielleicht merkt, halte ich mich mit den Auswertungen der einzelnen Tracks relativ kurz. Das liegt daran, dass auch nicht so viel Inhalt da ist. Nur 6 Tracks sind etwas schwach und auch, wenn es dafür warscheinlich einen guten Grund gibt, nervt es mich, für die EP bezahlt haben zu müssen. Die ganze Review ist etwas negativ ausgefallen, was mich selbst etwas deprimiert, da ich ja doch ein ziemlicher Fan der beiden Jungs bin. Trotzdem hat das Tape ein nettes Ambiente und die Samples sind durchaus gut gewählt. Wer nicht so vertraut mit Wiz ist, sollte sein Geld nicht für die EP ausgeben, sondern erstmal ein paar ältere Tapes hören.  Wiz war schon zu mehr fähig, aber wer sich ein bisschen auskennt, hat eventuell gemerkt, dass er bisher durch viele Stylephasen ging. Demnach hoffe ich, dass die Phase seit O.N.I.F.C. auch bald sein Ende findet und der “Khalifaman” sich weiterentwickelt. Ich habe auch so ein bisschen das Gefühl, dass er sich von seiner Frau Amber Rose ein bisschen zu sehr beeinflussen lässt. Naja, wer Taylor Allderdice und O.N.I.F.C. gehört hat, war bestimmt schon ziemlich auf das eingestellt, was ihm bei Live In Concert da entgegen kam. Ganz nett, aber gab schon besseres Material. Ich hoffe auf ein Sequel, sozusagen eine Live In Concert  LP oder einen Teil 2. Irgendwie sowas. Hauptsache in dem Stil, nur noch vollgepackter und vielleicht sogar kostenlos. Fände ich wortwörtlich dope.

Kurzfassung: Nicht das beste Material, aber ein guter Ansatz. Nur ein bisschen zu sehr “hingerotzt”. Da geht noch etwas. Die EP bekommt 3,0 von 5 möglichen Punkten.

Vielen Dank. In der Tat hatten die Verschiebungen und Änderungen mit rechtlichen Dingen zu tun. Wie es oft ist, möchten viele alte Künstler ein Stück abhaben, wenn Leute ihre Lieder samplen. Gab es keine Erlaubnis steht mal schnell der Anwalt vor der Tür. Genau aus dem Grund waren Wiz Khalifa und Currensy auch so vorsichtig. Beim Hören der EP und den dazugehörigen Instrumentals war mir klar, dass bei diesen vielen Samples das ein oder andere Problem auftauchen könnte. Eine Klage ist sicher nicht das angenehmste. Ok, nun aber zum Tape an sich. Ich kann mich relativ kurzfassen, da meine Meinung sich der von Kevin ähnelt. Ich finde jedoch, dass die Samples wirklich wahnsinnig super sind. Sehr jazzig, soulig und funky. Mich stört es nicht diesen Instrumentals zu zu hören. Was hingegen stört ist der Fakt, dass diese Instrumentals so lang am Ende des Tracks sind, weil wirklich jeder Titel nur 2 Strophen hat. Da kann ich dem Kevin recht geben, dass das alles ein wenig “hingerotzt” wirkt. Textlich sage ich nichts, denn von beiden ist man ja nicht unbedingt tiefgründiges gewohnt. Es ist aber schön, dass Wiz auch noch etwas anderes schafft, als auf die Charts gucken zu wollen und wirklich etwas für die Strasse macht. Von seinem Kumpel “Spitta” ist man das ja eh gewohnt. Prinzipiell macht die EP trotzdem Spaß, aber auch ich würde mir eine Fortsetzung wünschen. 

Von mir gibt es ebenfalls 3,0 von 5 möglichen Punkten. Die Kurzreview gibt es wie immer in der Hörbar.

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