#Soundtag, der 07.07.2013

Letzte Woche hatte ich bedingt durch meinen Geburtstag keine Zeit für den Soundtag. Ist zwar auch nicht so, dass sich die Leute darum reißen. Hier aber wie gewohnt der Rückblick  auf die letzte Musikwoche.

Torch kenne ich seit 2 Jahren als Nutzer diverser derber Beats, angeführt von Grind 24 mit Rick Ross, welches von Cashus Clay produziert wurde. Das ging immer mächtig ab. Nun geht er einen anderen Weg. Im Grunde geht er mit der Zeit, denn dieser Sound aus NY ist ja ziemlich angesagt. Neben Scram Jones an den Reglern wurden gleich zwei Vorzeige-New Yorker Fred Da Godson und Styles P mit. Kommt gut, aber es wirkt trotzdem leicht aufgesetzt.

Ach, der Trap Lord. Nach dem Überhit Work kommt hier wieder eine kleine Hymne. Irgendwie. Denn prinzipiell ist das alles zu einfach. Vielleicht macht es das aber aus. Trap ist nicht tot, es bleibt schon ein Erfolgsmodell. Persönlich könnte ich mir nicht auf Dauer solche Titel anhören. Wie gesagt, Shabba mit A$AP Rocky geht trotzdem ins Ohr.

Nach Kanye West und J. Cole legte wohl Jay-Z das nächste Highlight im Juli hin. Sein Album Magna Carta Holy Grail stapelt auch schon allein wegen dem Namen nicht gerade tief. Der erste Track zusammen mit Justin Timberlake namens Holy Grail geht schon mal gut ab. Es geht um Frauen, Amerika und den Ruhm. Präsentiert wird das lyrisch sicher und gesanglich schön, garniert mit einem starken Beat. Was will man mehr. Demnächst gibt es dann auch die Review zum Album.

Klickt auf die Cover zum Download

Nachdem Drake und The Weeknd nicht mehr so dick sind, hat sich ersterer ein neues Spielzeug zugelegt. Partynextdoor klingt nicht wie Abel Tesfaye, macht aber auch keine schlechte Figur. Das selbstbetitelte Mixtape ist kein großer Wurf wie einst House Of Balloons, doch was von Drake abgesegnet wurde, kann nicht schlecht sein. Kein Überhit, aber auch kein richtiger Tiefpunkt. Der 19jährige Junge aus Toronto macht seine Sache nicht schlecht. ♦ Killer Mike x El-P veröffentlichten zusammen ein Album. Die Chemie stimmte, der Vibe auch. Nicht verwunderlich, dass die beiden mit Run The Jewels ihre Beziehung noch ein wenig vertiefen wollten. Das gesamte Material ist mehr als albumwürdig. Wahnsinn. Mehr muss man nicht dazu sagen, einfach anhören. Joey Bada$$ ist der Coverboy, die Leitfigur und das Vorbild der ganzen 90er-Throwback-Bewegung, die die USA und den Rest der Welt erfasst. Jeder möchte gern den Sound von damals zurückbringen, doch irgendwie fing halt alles mit dem jungen New Yorker an. Völlig selbstverständlich und mit lächerlicher Einfachheit segelt Joey über Bretter, die direkt aus der Zeitmaschine gesprungen sein können. Nach vielen unbekannten B-Seiten Beats alter größen der letzten Tapes, kommen hier soweit ausschließlich Originalbeats zum Einsatz. Weiter so! Hier gibt es noch das Video zum von Lee Bannon produzierten Titel 95 Til Infinity.

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