#Soundtag, der 04.08.2013

Einen J Dilla Beat nachmachen ist keine falsche Sache. Dazu noch einen schönen Song zu bauen, ebenso wenig. Chance The Rapper mauserte sich von “was soll das, was macht der?” zu “wow, was macht der!”. Ein junger, dynamischer und talentierter Rapper aus Chicago. Verpackt wird eine “Jeder ist gleich” Message in ziemlich coole, aber auch anstrengende Lines, die aber eben von der Kreativität des Interpreten profitieren. Merkt euch seinen Namen.

Was war das für ein Hype in den letzten Wochen. Neues Album, neue Single. Casper ist der Posterboy des deutschen Rap. Cro auch, ja. Aber Casper macht das irgendwie vollkommen anders. Jedenfalls ist Ascheregen der Vorbote für das kommende Album Hinterland. Das Instrumental zu Beginn klingt toll, die Lyrics sind sehr bildhaft, kreativ aber auch verworren, komplex und einfach nur bedeutungsschwer, so denke ich zumindest. Auf XOXO konnte ich dann irgendwann hinter die Bedeutung der Texte steigen, hier kann ich (noch) nicht viel damit anfangen. Warten wir es ab. Ich finde aber, dass man wegen diesem Track nicht auf die Knie fallen muss um Casper für eine wahnsinnige Großtat zu danken. Es ist gute Musik eines guten Künstlers.

Was waren das noch für Zeiten, als ich die drei Mixtapes von The Weeknd rauf und runter hörte. Ein Highlight jagte das nächste, ein Song schöner als der andere. Lyrisch analysiere ich nicht viel, mir geht es um die Stimmung, die Abel Tesfaye erzeugt. In letzter Zeit war ich ein wenig enttäuscht von dem, was da so das Licht der Musikwelt erbrachte. Ich bin echt auf das kommende Album gespannt. Love In The Sky ist zumindest nicht so schlecht.

Drake. So viel Geld, dass du nicht mehr weißt wie viel? So viele Frauen? Mensch, aber alles alleine geschafft. Respekt. Spaß beiseite. Drake fragte uns, ob wir eine Hymne wollen und lieferte im Grunde direkt eine ab. Das Teil geht voll ins Ohr, macht Spaß und mischt wieder den singenden und rappenden Drake. Was will das Fanherz mehr? Vielleicht noch einen coolen Vers von Big Sean? Ok. 2 Chainz ist seit geraumer Zeit nicht wirklich ein Liebling, doch auch er liefert annehmbares ab. Nothing Was The Same und alles ist bereit für mehr Platin.

Klickt auf die Cover zum Download

G Milla ist ein neuer Name aus Toronto. Nach dem Hören von Inner City kann man festhalten, dass er ein recht interessanter MC ist. Man kann nicht direkt einen Stil festmachen, aber in sich klingt das Tape stimmig. Definitiv einen oder mehrere Durchgänge wert. ♦ Phil Ade ist der Typ Rapper, der recht unscheinbar sein Ding macht. Ebenso unscheinbar sind seine Tapes bei mir auf der Platte. Auch R.O.S.E. klingt gut und hat Substanz, der große Durchbruch wird aber wohl weiter auf sich warten lassen. Macht aber nichts, wenn weiterhin so gute freie Musik kommt. ♦ Ein Mixtape von Pete Rock? Wow, damit habe ich nicht gerechnet. Und der Veteran liefert gemeinsam mit Camp Lo auf 80 Blocks From Tiffany’s 2 sehr gute Arbeit ab. Die Beats sind super und zeitlos schön, die Gäste hochkarätig. Hier stimmt das Flair. Absolut hörenswert. ♦ Vinny Radio kenne ich nicht wirklich. Mac Miller empfahl auf seinem Twitteraccount, dass man doch die BROKE EP laden kann. Das tat ich auch und muss sagen, dass man hier gut unterhalten wird. Beats und Flow sind gut. Vielleicht nichts für die Dauerrotation, aber für den kleinen Hunger zwischendurch? Klar.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s