Mein iPod und ich (Teil 7)

Nach einer kleinen Pause gibt es mal wieder etwas richtiges zu lesen. Das Material stammt von @DanikaSued. Sein iPod-Inhalt wird hier schonungslos offenbart.

Es ist nicht mal ein halbes Jahr her als ich mir den neuesten iPod Touch zu gelegt habe. Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind, dass einen 300 €-Gutschein für den Toys’R’Us zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Mit dem Unterschied, dass das Geschenk von mir selbst kam. Es ist ja nicht so, dass ich unbedingt einen neuen gebraucht hätte, schließlich habe ich sowohl ein iPhone mit 32 GB Speicherkapazität als auch einen iPod Touch der allerersten Generation, der selbst nach 5 Jahren, bis auf den Homebutton, sehr gut intakt ist. Vor allem sollte man sich die Frage stellen, wenn ich doch ein iPhone habe, wieso nütze ich nicht dieses auch als Musikabspielgerät. Die Antwort kurz und knackig: ich brauche in meiner Hosetasche immer mindestens 2 Dinge, sonst fühle ich mich nackt. Nicht dass ich ein klitzekleines Problem damit hätte mich nackt zu fühlen oder nackt zu sein, wer mich kennt, weiß das auch, sondern es ist ganz einfach einer meiner vielen Marotten, die ich mir so angewöhnt habe.

Dass mein iPod mit 32 GB randvoll mit Musik gefüllt ist, dürfte jedem wohl klar sein. Ich liebe Musik. Musik gehört für mich zu den wichtigsten Dingen im Leben. Es ist für mich meist die Untermalung von den Situationen in denen ich mich zu dem Zeitpunkt befinde. Es ist auch meist das einzige, wo ich mich verstanden fühle und ich wieder ein paar Gänge zurückschalten kann, weil ich mich mit vielen Liedern idenfizieren kann. Oder wie Casper einst zu mir sagte: Musik ist die Mutter von allem.

Nur was befindet sich nun auf meinen iPod. Was höre ich privat?. Wenn es nach meinen Followern auf Twitter gehen würde, denke ich mal, dass sie behaupten würden, dass ich sehr düstere, melancholische Weltschmerzmusik, Songs mit lyrischen Tiefgang und perfekter musikalischen Atmosphärenuntermalung oder auch sehr aggressive Musik höre. Meine Freunde würden von Schlager bis Death Metal, nur die wenigsten Rap (weil ich nicht wie der klischeehafte Hip Hopper aussehe), alles behaupten. Und meine engsten Freunde “untergrundiger amerikanischer und deutscher Hip Hop, der querbeet durchgemischt ist”, womit sie am ehesten Recht hätten.

Man sagt ja Musik beschreibt einen Menschen bis ins tiefste Mark. Der Überzeugung bin ich auch. Teilweise zumindest. Denn ein Song von David Guetta könnte beispielsweise kaum ein Urteil über einen gesamten Menschen oder einer Menschenmasse fällen. Trotzdem bildet der Musikgeschmack ein grobes Gesamtbild über einen Menschen, da man sehr viele Songs mit persönlichen Erinnerungen und Erlebnissen “gefüllt” hat und/oder sich diese in den jeweiligen Songs widerspiegeln. Somit sagt der persönliche Musikgeschmack beziehungsweise die Vorliebe für den ein oder anderen Song doch einiges über die jeweilige Person aus. Aus diesem Grund kann auch nie wieder “Knocking On Heaven’s Door” von Guns’n’Roses hören.

Auf meinen iPod ist übrigens nur teilweise alles sehr querbeet durchgemischt. Überwiegend wird man wirklich nur Rap finden. Damit bin ich ausgewachsen, damit fühle ich mich wohl. Aber eine wirklich klare Affinität zu einem bestimmten Subgenre kristallisiert sich da nicht wirklich. Man wird nur feststellen, dass von einigen Künstlern wie Jay-Z oder Eazy-E komplette Diskographien und vielen ganze Alben zu finden sind. Selten einzelne Tracks.

Ich habe für jede Situation und Emotion alles auf meinem iPod. Egal ob ich mal wieder kein Bock auf Parties habe, aber trotzdem auf eine gehen muss, meine Zähne putze, wo ich meist durch das Badezimmer tanze, zur Arbeit fahre oder ob ich verträumt eine rauchen gehe, mein iPod ist mein stetiger Begleiter. Mit zum Beispiel Kendrick Lamar, Casper, Guilty Simpson, Meek Mill, Genetikk, diverse Chimperator Releases, N.W.A., Wu-Tang Clan (selbst die Soloreleases), den Azzlackz, Nas, A$AP Rocky, Big Sean, The D.O.C., sogar einige Releases der G-Unit-Mitglieder, ist eine breitgefächerte Playlist auf meinem iPod zu finden. Komischerweise keine Dipset Sachen. Hat mich auf den ersten Moment selbst erschreckt, da ich ein sehr, sehr großer Dipset Fan bin. Aber nicht nur Rapmusik ist auf meinem iPod, auch R’n’B-Alben wie zum Beispiel von Brandy, Beyoncé, Usher und Robin Thicke (nein, nicht das neue!) sind zu finden. Zudem noch Sachen von zum Beispiel Lily Allen oder Michael Jackson.

Meinen iPod könnte ich verleihen ohne das sich jemand, der sich in den Kreisen bewegt, groß beschwert. Soll nicht heißen, dass ich einen tadellosen Musikgeschmack hätte, was ohnehin Ansichtssache ist, sondern das für jeden was dabei wäre, womit man seine Freude hätte und die einzelne Person etwas persönliches verbindet. Selbst wenn es nur ein einziger Song wäre.

Vielen Dank. Wieder zeigt sich, dass nicht wirklich nur eine strenge Richtung auf dem iPod der Leute zu finden ist. Etwas “unpassendes” schleicht sich immer ein. Vielleicht wiederhole ich mich, doch ich finde das gut. Wenn ihr die anderen Beiträge lesen wollt, klickt auf diesen Link. Neue Beiträge sind gern gesehen.

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